Religion und Glaube


  Das "Gute" kann nur existieren, wenn es auch das "Böse" gibt. So sagt man immer wieder. So langsam kann man den Eindruck gewinnen, dass die Menschheit einem immer wiederkehrenden Zyklus einer ewig "Göttlichen Big Brother Show" unterliegt. Das könnte man jedenfalls annehmen, wenn man die "Heiligen Bücher" genauer liest.

 

Liebe Gäste,

  es liegt mir fern, jetzt etwas über die Geschichte des Glaubens, der Religion und der aktuellen Grausamkeiten zu berichten, die im Namen Gottes begangen wurden und werden. Ich möchte  hier nur ein paar Dinge zur Sprache bringen, die mir - unter Anderem - aufgefallen sind.

Fangen wir also an.

Wie hat das alles eigentlich begonnen?

Es war vor langer Zeit, als die Menschen langsam zu denken begannen. Sie erfanden Werkzeuge, konnten mit Feuer umgehen und entwickelten ein anderes gemeinschaftliches Bewusstsein. Sie tauschten Gegenstände und erfanden Zahlungsmittel. Aber neben diesen praktischen Errungenschaften, machten sich die Menschen auch Gedanken über alles was sie sich nicht erklären konnten. Sie entwickelten neben ihrer Kreativität auch Fantasie und erfanden Götter für alles Unerklärliche. Zum Beispiel dafür: 

Zitat:
Als sich die Menschen über die Erde hin zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel.
Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit Hundertzwanzig Jahre betragen.
In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.

Genesis Kapitel_6

Hier ist von "Gottessöhnen" die Rede. Welche "Kinder Gottes" haben damals die Erde besucht? Sie kamen vom Himmel um auf der Erde Frauen zu "nehmen". Diese "Gottessöhne" hatten mit den Menschen offenbar leichtes Spiel. Denn bei den Menschen entwickelte sich ein Götterwahn, der, teilweise bis in die heutige Zeit hinein, das klare Denken und den Realitätssinn bei weitem übertrumpft. 

Glaube darf niemals über den eigenen Verstand und über unser Herz herrschen. Niemals.
Wenn Glaube stärker ist als Liebe, Vernunft und Weisheit; dann hat dein Gott Hörner.
Was Jesus unter Glaube verstand ist etwas anderes, als das was wir darunter verstehen. Mit unserem eingeschenkten Verständnis ist es die "Gefolgschaft eines Diktator", der uns das eigenständige Denken und das eigene Fühlen verbietet. Blindes Gehorsam und blindes Gefolge; egal was verlangt wird. Und am Ende steht nicht Gott dahinter, sondern ein durchgeknallter Irdischer Herrscher, der die Glaubens-Dummheit der Menschen (Schäfchen) ausnutzt.


Nun, wenn heute ein Ufo herum fliegt, suchen wir immer nach einer natürlichen Erklärung. Und wenn es wirklich Aliens wären, würden wir uns heute nicht ehrfürchtig vor ihnen auf die Knie werfen. Die Luftwaffe würde eher versuchen sie abzuschießen. Damals war das aber anders.

Zitat:
32:7 Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. 32:8 Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.
Exodus

Moses ließ sein Volk eine Weile allein und schon hatten sie sich einen neuen Gott gebaut. Wenn es uns heute gelänge mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu fahren, wären auch wir, für die dortigen Menschen, Götter. Wenn wir ihnen dann sagen würden, sie müssten einmal im Jahr mit dem Kopf gegen die Wand rennen bis es blutet, würden sie es tun; ohne nachzudenken und ohne zu zögern, bis in unsere heutige Zeit hinein. Daneben würden in unserem Namen Lügengeschichten hinzugedichtet, die nicht das Geringste mit unserem Erscheinen zu tun hätten. Diese religiöser Verblendung, die oft an unsere Kinder weiter gegeben wird, sorgt auch in unserer Zeit, trotz Fortschritt, für Blut und Tränen. 

Der mensch ist programmiert; und er merkt es nicht einmal.

Zitat:
Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.
Evangelium nach Matthäus 15

Gott verlangt von uns Weitsicht und Weisheit. Doch warum ist ein Umdenken so schwer? Viele Menschen neigen dazu, einen einmal eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen. Ohne nachzudenken gehen sie weiter, weil sie diesen Weg immer gegangen sind. Aber eine bessere Welt ist nur mit Weisheit zu erreichen. Mit Weisheit die Bibel lesen wäre ein Anfang.

Wieso zum Beispiel, gibt es solche Gegensätze?

Zitat:
Das Buch Jesaja
1:11 Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider.

Doch dann, einige Zeilen später:

Zitat:
34:6 Das Schwert des Herrn ist voll Blut, es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder; denn der Herr hält in Bozra ein Opferfest ab, ein großes Schlachtfest in Edom.

Entweder hat Gott seine Meinung schnell geändert, oder die Menschen haben einfach nicht verstanden was er meinte. Sie haben nicht zugehört und wieder mal ihre eigene Philosophie in die Heilige Schrift integriert. 


Gott - wie auch immer er in den verschiedenen Religionen genannt wird - war und ist oft gut, um die schaurigsten und brutalsten Taten zu rechtfertigen. Wenn wir zusammenfassen entsteht ein Bild, das über Jahrtausende nichts anderes über Ihn aussagt wie Krieg, Mord, und Folter. Selbst in unserer fortschrittlichen Zeit wird der Weg in die Zukunft mit einer religiösen Mauer versperrt, die mit Blut und Tränen getränkt ist. Wer an Gott glaubt, sollte ihn nicht so schamlos missbrauchen und imstande sein, seine Worte, von den Lügen zu unterscheiden; auch dann, wenn sie in heiligen Büchern stehen. 

Man kann - neben den wirklich guten Schriften - die unsinnigen und falschen "Weisheiten" gar nicht alle aufzählen.

Zitat:
2.Mose 11,5 
"Und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt und alle Erstgeburt unter dem Vieh

Ja, ist klar: was hat denn der kleine Hosenscheißer der Magd mit diesem "Urblödsinn" zu tun? So ein Schwachsinn. Wenn das ein "Gott" zu mir sagen würde, würde ich ihm raten, dass er einmal seine Hörner putzen soll. 

2.Mose 11:7 
Doch gegen keinen der Israeliten wird auch nur ein Hund die Zähne fletschen, weder gegen Mensch noch Vieh; denn ihr sollt wissen, dass Jahwe zwischen Ägypten und Israel einen Unterschied macht.

Ja, klar. Da kommt ein Gott vom Himmel und sagt so einfach, dass alle Ägypter Menschen zweiter Klasse sind. So etwas nennt man: "Göttlicher Rassismus". Gott in einer "Ku Klux Klan" Maske. Das ist so primitiv, dass es schon weh tut.

2.Mose 11,29 
"Und zur Mitternacht schlug der Herr als Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn das Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs." 

Ja klar doch. Jetzt hält Gott sogar ein Massaker ab; genau wie viel später König Herodes. Und weil man gerade schon dabei ist, dann schlachtet man im Blutrausch gleich noch das "Ägyptische Vieh" ab.  Das ist so ein Schwachsinn, dass ich am liebsten diese Blätter reihenweise aus allen Bibeln dieser Welt reißen möchte.

Sind das "Worte Gottes"? Nie im Leben. Hier werden Grausamkeiten "Göttlich gerechtfertigt". Man kann Gott nur dann dienen, wenn man weiß was Liebe ist. Hier hatte wohl - wie immer - ein anderes mächtiges Wesen seine Finger im Spiel.

Oder dieses unsinnige Zitat aus der Bibel.

Das Buch Genesis, Kapitel 17
14 Ein Unbeschnittener, eine männliche Person, die am Fleisch ihrer Vorhaut nicht beschnitten ist, soll aus ihrem Stammesverband ausgemerzt werden. Er hat meinen Bund gebrochen. 

Das ist doch alles hinzugedichteter Schwachsinn. Und dann der größte Schwachsinn. 

Kapitel_22
1 Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
2 Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.

Wenn ein "Lieber Gott" von mir verlangen würde, mein Kind zu opfern, würde ich ihn fragen, ob er noch alle Lampen brennen hat. Denn kein Glaube darf stärker und größer sein, als die Liebe zu seinem Kind. Und kein Glaube darf größer und stärker sein, als die Liebe selbst.

Ich glaube eher, dass – wie immer – jemand den Namen Gottes missbrauchte, um dem Volk Angst einzujagen, um es besser beherrschen zu können. Denn "Das Böse" braucht Gefolgsleute, die alles tun ohne zu zögern oder Fragen zu stellen.

Es könnte also auch ein Test gewesen sein, den Abraham nicht bestanden hat, wenn er von Gott kam.

Wenn er von der anderen Seite kam, hatte er ihn bestanden.

Dies sind nur einige Beispiele von vielen Grausamkeiten und unverständlichen, unglaubhaften Überlieferungen die in der Bibel stehen. (Jericho)

Wenn ich heute aus der Bibel zitiere fragt man mich immer in welcher Bibel das steht. Viele "Menschen" haben an diesem Buch geschrieben und viele "Menschen" haben es in andere Sprachen übersetzt. Vielleicht ist es Gottes Wille, dass wir die falschen Lehren erkennen, und nach dem Gefühl leben, das tief in unseren Herzen existiert. 

Zitat:
Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen."

Vielleicht war Jesus der Einzige, der dem Bösen widerstehen konnte. Der Teufel wird nicht als Person vor uns treten, sondern als Versuchung und Fanatismus. Das Böse beherrscht die Erde und steuert das Schicksal. (...denn sie ist mir übergeben, ) Weisheiten aus heiligen Schriften werden blind akzeptiert; ob sie nun "göttlich" oder "teuflisch" sind. Die Gläubigen finden für alles eine Rechtfertigung.

Wer aber für alles Böse eine "Göttliche Rechtfertigung" findet, der hat nichts verstanden.

Zitat:
»Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin« (3. Mose, 20.10) ...

Ein Göttliches Gebot? Nie im Leben. Das haben Menschen dazugeschrieben. 
Aber die Krönung aller Grausamkeit, und vielleicht sogar die Wurzel aller späteren kirchlichen Barbareien kann in diesem Gebot liegen:

Zitat:
"Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll im Feuer verbrannt werden." (3. Mose, 21,9)

Diese "Göttlichen Aussagen" von Moses, sind entweder von ihm selber frei erfunden, oder (was wahrscheinlicher ist) später von Schriftgelehrten verfälscht worden. Denn andererseits werden solche Urteile und Taten, in denen Menschen verbrannt werden, geächtet. Wie dieses Beispiel zeigt, und wieder die Gegensätze demonstriert.

Zitat:
"Sie haben sogar ihre Söhne und Töchter im Feuer verbrannt, wenn sie ihren Göttern dienten." Dtn 12,29-31

Aber um das zu erkennen, hätte man ja mal kritisch über alles nachdenken müssen was in der Bibel steht. Statt dessen wird stur behauptet, dass alle Schreiber der Bibel von Gott inspiriert waren. Nie im Leben war das so.

Wenn man das Alte Testament heute noch wörtlich nehmen würde dann  ...

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könnte man sich Sklaven halten - allerdings nur Menschen aus den Nachbarländern. ( Leviticus 25,44) 

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dürfte man seine Tochter als Sklavin verkaufen. ( Exodus 21,7)

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müsste man seinen Sohn steinigen lassen, wenn er flucht. (Leviticus 24,16) 
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wird man getötet, wenn man fremd gegangen ist. (Leviticus 20,10) 
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ist man als Frau während der Menstruation unrein - und alles was man berührt ebenfalls. (Leviticus 15,19-24) 
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muss man dafür sorgen, dass alle schwulen Bekannte getötet werden (Leviticus 20,13 und 18,22) 
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muss man seine Tochter steinigen lassen, wenn sie vorehelichen Sex hatte (Deuteronomium 22,20-21) 
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darf man jeden töten, den man am Samstag bei der Arbeit ertappt (Exodus 35,2) 
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usw. usw. 

Auch heute noch wird im Namen Gottes (oder wie man ihn auch immer nennt) gemordet. Einige "Gläubige" glauben sogar den Märtyrertod sterben zu müssen; in Wahrheit sind sie aber nur bedauernswert verblendete Wesen, die in alle Ewigkeit große Schuld auf sich geladen haben. 

Zitat: Aus dem Koran
32.Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. ......
5.Der Tisch (Al-Máedah).

21.Wahrlich, jenen, die nicht an Allahs Zeichen glauben und die Propheten ohne rechtlichen Grund töten und jene Menschen töten, die zur Rechtschaffenheit ermahnen, denen verkünde schmerzliche Strafe. 
3.Das Haus Ìmráns (Al-Ìmrán).

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 Wer an Gott glaubt, sollte ihn nicht so schamlos missbrauchen. Die Menschen geben ihm die verschiedensten Namen, glauben aber alle an das gleiche allmächtige Wesen. Und dennoch muss dieses Wesen zusehen, wie sie in seinem Namen, morden, bomben und massakrieren. Und das nur, weil ihn so viele Menschen für sich beanspruchen und die verschiedenen Glaubensanhänger annehmen, dass ER nur unter dem IHNEN bekannten Namen existiert. Alle Anderen sind UNGLÄUBIGE? Wer Menschen  ermordet- egal wen -, ist nicht gläubig. Er ist einfach nur bösartig.

 

Zitat:

Wer im Vertrauen auf das Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Vertrauen auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Galater 6,8

Zitate sind manchmal schwer zu verstehen. So ist es mit sehr vielen Zitaten und Weisheiten. Diese Weisheit oben, sagt enorm viele aus. Aber wer versteht es wirklich?


Wer Opfer erzeugt, wird eines fernen Tages selbst zum Opfer werden. Dann gibt es keine Rückkehr. 

Wir stehen heute an der Schwelle zu einer neuen Zeit. Dort sollte es uns gelingen selbst zu wissen was gut und böse ist, was gerecht und ungerecht ist. In Zukunft ist weder Platz für Fanatismus, noch für Gleichgültigkeit. Es ist an der Zeit Bücher wie die Bibel hart zu kritisieren. Wenn jedoch nur ein wahres Wort eines barmherzigen Gottes darin steht, muss man dieses Wort erkennen und verstehen. Neben den vielen Rätsel, Gewaltaufforderungen, Drohungen und Widersprüche, stehen auch unzählige Weisheiten in der Bibel, über die man einmal nachdenken sollte. Nur wer offen ist für alle Weisheiten dieser Welt, kann auch die Wahrheit von den Lügen der alten Schriften unterscheiden. 

Hier wieder ein Vergleich mit der Bibel:

Der "Edlen Achtfachen Pfad" der Buddhisten.
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Rechte Erkenntnis. Sie bezieht sich auf die Erkenntnis der wahren Natur der Daseinserscheinungen.
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Rechte Gesinnung. Das ist die entsagende, hasslose, friedfertige Gesinnung, die durch Entwicklung von Liebe, Güte und Mitgefühl gefördert wird.
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Rechte Rede. Das ist das Vermeiden von Lüge, übler Nachrede, von Rohheit und Schwätzerei.
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Rechte Tat. Das ist das Vermeiden von Töten oder Verletzen (Tiere inbegriffen), von Stehlen sowie Drogengebrauch.
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Rechter Lebenserwerb. Das ist die Ausübung einer Tätigkeit, durch die andere Wesen keinen Schaden erleiden.
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Rechte Anstrengung. Das ist das Bemühen, unheilsame, üble Dinge zu vermeiden und zu überwinden und heilsame Dinge zu erwecken und zu erhalten.
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Rechte Achtsamkeit. Das ist das aufmerksame Betrachten der in Körper und Seele ablaufenden Vorgänge.
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Rechtes Sich-Versenken. Das ist die Schulung und Einübung in die Meditation, in die Entfaltung des Geistes und der Seele zur Erlangung eines neuen Bewusstseinszustandes.

Natürlich gibt es auch die Zehn Gebote die in der Bibel stehen. Aber in der Bibel geht es nicht ohne Drohen:

Zitat:
...Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen...
Die zehn Gebote (vgl. 5. Mose 5,6-18) 

Ach ja, hier wird mal wieder vollkommen unsinnig gedroht. Nehmen wir einmal an, das „Vierte Glied“ - wie hier beschrieben – ist ein Gottesfürchtiger und sehr frommer Mann. Trotzdem ist er verflucht, weil einer seiner Urahnen einen Fehler gemacht hat. Nein, ist klar. Steht ja in der Bibel. Und die Bibel hat immer Recht.

Das ist doch wirklich Unsinn, Blödsinn, Schwachsinn.

Wenn die Menschen erwachsen werden wollen, müssen sie imstande sein, selbst Entscheidungen zu treffen. Die alten Schriften wurden zwar oft gelesen und studiert; wer aber hat sie in der Vergangenheit wirklich verstanden?

Nun ist die Zeit gekommen zu verstehen. Aufgeschlossenen Menschen lesen die heiligen Schrift heutzutage mit anderen Augen. Es werden Fragen gestellt die früher niemand auszusprechen wagte. Wir sollten zweifeln an vielen Worten, an den Mächtigen der Kirchen und an der Unfehlbarkeit unserer religiösen Lehrer. 

Zitat:
Bald darauf kommt es ihm in der Kirche San Damiano vor; als spräche ihn Christus vom Kreuz herab an: "Wenn du nicht weißt, was du tun sollst - du siehst doch: mein Haus ist halb zerfallen. Mach dich nützlich und baue es wieder auf!"

Franz zögert nicht lange und legt Hand an.
Franziskus von Assisi 1182 - 1226

Zitat:

Da fingen die Juden an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.
Die Tempelreinigung

Heute ist es an uns ein neues Haus aufzubauen. Das alte Haus, das Jesus gebaut hat, ist zerfallen. Statt dessen hat der Satan ein neues errichtet. Wir müssen Mut fassen zur Veränderung. Dazu müssen wir uns frei machen von programmierten Wissen. 

Der Mensch sollte lernen seine religiösen Bücher zu beherrschen. Er sollte aber aufhören sich von ihnen beherrschen zu lassen.

Was wird von uns erwartet?
Der Mensch muss lernen sich von seiner Programmierung zu lösen. Dazu muss er aber erkennen, dass er von Programmierten programmiert wurde.

Hinter den meisten Religionen stecken mächtige Organisationen, die nicht etwa um Gottes Gunst kämpfen, sondern nur um den Erhalt von Macht und Einfluss.
Und alle Schäfchen glauben auf dem richtigen Weg zu sein.
Und alle Führer bestätigen die „Gläubigen“ in ihrem Glauben.
Und alle Religionen betrachten diejenigen die ihrer Gemeinschaft nicht angehören als Ungläubige, die in der Hölle landen werden.
Und alle religiösen Gemeinschaften irren sich gewaltig.
Wer immer nur einer religiösen Lehre oder einem religiösen Lehrer folgt, wird nie seinen eigenen Weg finden. Er wird allzeit nur ein blökendes Schaf, in vielen verirrten Herden blökender Schafe sein.

Das neuzeitliche denken bewirkt, dass wir uns langsam aber sicher von den religiösen Fesseln lösen. Am Himmelstor steht niemand der Ausweise oder Kirchenbücher überprüft. Diese Annahme ist so lächerlich, dass mir die Finger zittern beim schreiben dieser Zeilen. Und doch glauben immer noch Menschen, dass sie sich den Eintritt ins Paradies erkaufen, erheucheln oder ermorden können. Wenn es tatsächlich eine Gerechtigkeit nach dem Tod gibt, dann sind wir unsere eigenen Richter. Wir werden erkennen wie dumm wir uns im Leben benommen haben und unsere Seele wird schwer darunter leiden. Aber wenn wir erst nach dem Tod erkennen wie wir uns auf Erden benommen haben, ist es zu spät. 

Zitat Buddhismus:
Der Sinn des Lebens liegt nun darin, durch Erlangung der rechten Erkenntnis und durch richtiges ethisches Verhalten den Kreislauf des Sterben und Geborenwerdens zu durchbrechen. Um beides, um die rechte Erkenntnis und das rechte Handeln, soll sich der Mensch Zeit seines Lebens strebend bemühen. Er soll nach Möglichkeit frei werden von Begehren, üble Taten vermeiden und sich so oft wie möglich aus dem Alltagsleben zurückziehen zur Meditation.
Zitat Ende

Aber solange wir Böses tun um "Gutes" zu verbreiten, ist es hoffnungslos an Frieden auf der Welt zu denken. Es gibt noch so viele Schwerter auf der Welt die in Gottes Namen benutzt werden. Unsere Götter werden noch zu oft missbraucht. Wir hatten lange genug Zeit um das zu verstehen was gepredigt wurde. Ihm wäre es sicher lieber wenn nicht tausend Seiten auswendig gelernt, sondern ein Satz wirklich verstanden würde. 

Wer kann schon beten, wenn er mit seinen Gedanken bei einem auswendig gelernten Text ist? 

Wer Menschen grenzenlos beherrschen will, muss sie einer geistig religiösen Manipulation unterziehen. In diesem Zustand tun sie alles, was der Allmächtige verboten hat.

Mt 7,15 Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. 
Mt 7,16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen

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Gute Taten, Liebe und Lächeln, bereichern dein Leben. Mit jeder guten Geste, mit jedem Lächeln, wird deine Seele um ein Lächeln reicher.  

Wer wirklich bedingungslos glaubt, ohne Fragen zu stellen, der verkauft seine Seele an etwas, was er nicht kennt.

Positiv Denken, das Schöne und das Gute im Leben zu erkennen, ist wichtig. Ich glaube auch, dass sich diese Einstellung positiv auf unser Leben auswirken kann.

Ein Freund sagte einmal.
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Gott ist die Einheit der Menge aller Seelen des Universums, im Zustand der Erleuchtung.
(Martin Kiechle ... Jenseits von allem) 

Es gibt Heilige, die noch nie von Gott gehört haben, und es gibt Scheißkerle, die die Bibel auswendig können.
Henri-Frederic Blanc

Unfehlbar ist niemand. Das Böse rekrutiert Soldaten, ohne dass sie etwas davon bemerken.

Es gibt auch keine Heiligsprechungen. 

Religionen wurden immer ausgenutzt und gebraucht um Völker, Menschen und ganze Königreiche zu beherrschen. Die Römische Weltherrschaft wurde gegen die Weltherrschaft der Kirche ausgetauscht. Und diese neue religiöse Herrschaft hat über viele Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende, gehalten. Man hat die Welt verdummt und verblödet um sie zu beherrschen.

Die Angst vor einer Exkommunizierung ließ Könige zu willenlosen Sklaven werden, und mit ihnen ganze Völker. Die Kirchenmacht entschied auf Erden wer heilig gesprochen wurde oder wer in die Hölle musste. 

Diese Volksverdummung muss aufhören. Besonders in anderen Religionen, wo man glaubt durch Massenmord einen Platz an der Seite Gottes zu bekommen. 

Kein Mensch – aber wirklich gar kein Mensch – kann, und konnte, je bestimmen wer ins Paradies (Himmel, Nirvana) kommt oder wer in die Hölle muss. 

Wer glaubt, dass ein religiöser Führer einen Mensch heilig sprechen kann, der kann auch an den Osterhasen, den Weihnachtsmann und das Christkind glauben. 

Es ist völlig unwichtig als was wir geboren wurden. Ob Jude, Christ, Muslime oder was auch immer. Es ist völlig unwichtig welchen religiösen Zwängen wir uns beugen müssen. Ob getauft oder nicht. Ob mit, oder ohne "Letzte Ölung". Ob mit, oder ohne Pfarrer am Grab. Alles ist nur religiöse Erfindung um uns zu beherrschen. Die „Heiligen Bücher“ werden dazu seit Jahrhunderten missbraucht und ihre Zitate fehlinterpretiert. Es ist vollkommen unwichtig welchen Namen wir unserem Gott geben. 

Ein altes Sprichwort sagt:
Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat.
Glaube nichts, weil alle es glauben. 
Glaube nichts, weil es geschrieben steht. 
Glaube nichts, weil es als heilig gilt. 
Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. 
Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast. 
Geh aufrecht wie die Bäume. 
Lebe Dein Leben so stark wie die Berge. 
Sei sanft wie der Frühlingswind. 
Bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der Große Geist wird immer mit Dir sein.

Wichtig ist nur eines: Die Herzlichkeit die wir in uns fühlen und weiter geben können. 


Der Weg zum ewigen Frieden führt nur über Weisheit und Barmherzigkeit. Wer aber im Garten der Weisheit wandeln will, muss einen riesen Container bestellen und viel Müll beseitigen, der vor dem Eingang liegt. 

Vielleicht kommt einmal die Zeit, da erkennen Juden, Christen und Muslime, dass sie den gleichen Gott anbeten. Dann lernen sie auch, was Toleranz heißt.

Der Mensch hat zwar vom Baum der Erkenntnis gegessen, die Frucht aber noch lange nicht verdaut.

www.janson-ruediger.de

 

(Eden 2610)
Rüdiger Janson