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Der Weg ins fünfte Reich  // eBook-Version

 

 

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Leseprobe


Der Weg ins fünfte Reich

 

Zukunftsroman

von

Rüdiger Janson

 

©

Rüdiger Janson

www.janson-ruediger.de

Herr, gib uns das fünfte Reich! Das Vierte ist dem Dritten gleich.

(Deutsche Volksweisheit)

 

Viel Spaß beim Lesen!

Der Bauer kann auch ohne Macht existieren. Die Macht aber nicht ohne den Bauern.
Rüdiger Janson

 

Expose

Wir glauben sicher alle, dass das alte Rom für immer hinter uns liegt. Wir glauben, dass wir fern von Sklaverei und Sensationslust sind. Doch, lernen die Mächtigen unserer Zeit wirklich aus der Geschichte der Menschheit? Die Ereignisse unserer Zeit beweisen das Gegenteil. Denkt man weiter in der Zeit, geraten unsere Gedanken in eine Zukunft, in der Menschen ihren Peinigern hoffnungslos ausgeliefert sind. Die Geschichte wiederholt sich in Science-Fiction Zeiten. Dies ist die Geschichte einer Zeit, in der nur die Starken, aber auch die Gierigen und Rücksichtslosen überleben konnten. Letztere lebten in drei großen Imperien, die von der Außenwelt völlig abgeschottet waren. Sie waren Herrscher über Verelendung und Wohlstand. Die neue Generation blickt auf ein Chaos zurück, das von wenigen Machthabern verursacht wurde. Als Geld die Welt regierte, war das der Anfang vom Ende. Doch es gab immer Menschen, die die Hoffnung nie aufgaben. Viele von ihnen werden, in dieser Geschichte, verfolgt, vergewaltigt, getötet, gefoltert und sogar auf eine ferne Welt deportiert. Die Starken lebten in einer geradezu unwiderstehlich verführerischen Welt. Doch diese Welt war voller Lüge, Hochmut und Gleichgültigkeit. Sie glaubten, dass sie unantastbar und für alle Zeiten in Sicherheit wären. Doch die menschliche Gier war immer noch Herrscher der Zeit.  

Rüdiger Janson 2006

Inhalt:

1. Prolog

2. Wie alles begann

3. Das Land der Verlorenen

4. Die Welt der Schönen und Reichen

5. Die falsche Seite

6. Die Augen der Aliens

7. Willkommen auf dem Planet Majdanek

8. Aufstand der Klonsoldaten

9. Hoffnung unter fremder Sonne

10. Flucht aus dem goldenen Käfig

11. Fremde Brüder im All

12. Ende der macht und des Kapitalismus

13. Nammo und Lark

14. Das Tausendjährige Reich

1. Prolog

Manchmal wünscht man sich, man könnte in der Zeit zurückreisen, um den grausamen Verlauf der Geschichte zu ändern. Aber selbst wenn das möglich wäre, würden die Menschen nicht auf uns hören. Wir könnten den Lauf der Zeit nicht ändern. Die Zeitreisenden würden nur schrecklich leiden, wenn sie den Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert begegneten und wüssten, was sie einst erwartet. Mein Name ist John Eder. Ich wurde in einer Zeit geboren, in der nur die Starken, aber auch die Gierigen und Rücksichtslosen überleben konnten. Sie lebten in drei großen Imperien, die von der Außenwelt völlig abgeschottet waren. Sie waren die Herrscher über Verelendung und Wohlstand. Die neue Generation blickt heute auf ein Chaos zurück, das von wenigen Machthabern verursacht, aber von der Mehrheit tatenlos akzeptiert wurde. Bereits im zwanzigsten Jahrhundert waren die Zeichen deutlich, doch nur wenige Mitmenschen hatten sie erkannt. Als Geld die Welt regierte, war das der Anfang vom Ende. Doch es gab immer Menschen, die die Hoffnung nie aufgaben. Viele von ihnen wurden verfolgt, getötet, gefoltert und sogar auf in eine ferne Welt deportiert. Ich begleitete im Jahr 2125 ein Sträflingstransport, der nach Majdan unterwegs war. Majdan - ein Planet im System „Zeta 1 Reticuli“ - wurde nach dem mächtigsten Mann benannt, den es damals gab: Dem Europäer Adolf Majdan. Es waren dreißig Lichtjahre zu überwinden, doch die Reise dorthin dauerte nur acht Monate. Warum die Zetas - die aus besagtem System stammten - den Mächtigen der Erde ein Raumschiff zur Verfügung stellten, wussten wir damals nicht. Ich versuchte mehr von einer Gesellschaft zu erfahren, die auf Gier und Rücksichtslosigkeit aufgebaut war. Ich geriet, ohne dass ich es wirklich wollte, auf die falsche Seite. Meine Freunde glaubten damals, dass ich ein Verräter bin. Ich musste einer Welt widerstehen, die sehr verführerisch war. Doch diese Welt war voller Lüge, Hochmut und Gleichgültigkeit. Sie glaubten, dass sie unantastbar und für alle Zeiten in Sicherheit wären. Doch die menschliche Gier war immer noch Herrscher der Zeit. Ohne es zu akzeptieren, steuerten die Menschen ihrem sicheren Untergang entgegen. Nur mit Hilfe unserer Freunde aus dem All konnten wir überleben. Das darf niemals in Vergessenheit geraten! Und so entstand diese Geschichte. Sie berichtet von einer Zeit, in der die Menschen zum Opfer des blinden Kapitalismus wurden. Die Weichen zum Chaos wurden bereits im zwanzigsten Jahrhundert gelegt. Doch die Mächtigen und “Intelligenten“ unserer Welt wollten es nicht akzeptieren. Alle Hoffnung auf Rettung, lag nun auf einem weit entfernten Planet.

 

2. Wie alles begann.

   Der Allmächtige wird sich sicher etwas dabei gedacht haben als ich im Jahr 2090, als Kind einer europäischen Bauernfamilie, das Licht der Welt erblickte. Ich hatte drei Brüder und zwei Schwestern. Der Älteste war Adam. Er war schon achtzehn Jahre alt. Dann kam Hans. Er war sechzehn und Joe war zwölf. Meine Schwester Angie war acht und Anna war zwei Jahre alt. Mein Vater hieß Ben und meine Mutter Klara. Großvater und Großmutter lebten damals auch noch. Sie waren beide schon achtzig. Ihr Leben war voller Narben. Wenn Großvater von der alten Zeit berichtete, wurde es still in unserer Stube. Es gab nicht mehr viele Bauernfamilien, die sich alleine einigermaßen gut durchschlagen konnten. Meine Familie war eine davon. Damals gewöhnte ich mich schnell an die Bettler, die fast täglich zu uns kamen. Nicht nur deshalb waren meine Schwester und ich ständig unter Aufsicht. In der Nähe des Haupthauses war ein kleiner Teich angelegt, an dem wir oft spielten.

   Wir gewöhnten uns auch daran, dass einer der fünfzehn Arbeiter uns unsanft unter den Arm klemmte und mit uns ins Haupthaus rannte. Mal war es ein Tornado, der sich schnell näherte, oder eine der Banden terrorisierte und bedrohte den Hof.

   Doch so bedrohlich wie an meinem fünften Geburtstag war es noch nie.

   „Schnell, lauft alle ins Haus!“, schrie mein Vater. „Beeilt euch und dann, an die Waffen, schnell!“

   Von Ferne hörte man das Knattern der alten, mühsam zusammengebastelten Motorräder. Es waren gleich drei Banden, die von verschiedenen Richtungen aus den Hof angriffen. Sonst begnügten sie sich mit gestohlenen Schweinen, Hühner oder Rinder. Doch diesmal wollten sie offenbar mehr.

   Wir hatten noch Schusswaffen. Großvater hatte als junger Mann reichlich moderne Waffen und Munition gesammelt. Davon profitierten wir heute noch. Das war wohl der Grund, warum wir so lange überleben konnten. Aber ewig würde unser Vorrat auch nicht reichen. Das wussten wir.

   „Sie haben wieder ihre Hunde dabei“, sagte Adam. „Schießt auf die Motorräder und auf die Hunde.“

   Die Banden hatten keine Feuerwaffen. Sie hatten nur Messer, Lanzen, Schwerter, Schleudern und Pfeil und Bogen. Dennoch waren sie unberechenbar und zu allem entschlossen.

   „Nein“, befahl mein Vater, „wir vergeuden keine Patrone mehr! Wenn wir schießen, dann treffen wir auch! Knallt die Brut ab!“

   Sie kamen dem Haupthaus immer näher. Einige von ihnen zündeten Wurfgeschosse an, die sie mit Schleudern abschießen wollten, die so groß waren wie ihre Motorräder. Mein Vater, mein Großvater, meine Brüder und die Arbeiter, waren gute Schützen. Es gelang ihnen immer wieder, sie am Abfeuern der Schleudern zu hindern. Ich sah diesen Gestalten mit Schrecken entgegen. Der Anführer einer Bande hatte einen Totenschädel auf sein Motorrad montiert. Auch andere Angreifer hatten menschliche Knochen auf ihren Maschinen befestigt. Sie waren schmutzig und ihre Kleidung sah aus, als hätten sie diese noch nie gewaschen.

   „Diese Wesen da unten sind doch keine Menschen mehr?“, sagte ich ängstlich. Mein Bruder Joe sagte: „Das sind Wilde. Es ist nichts mehr Menschliches an ihnen.“

   Es gelang uns nach langem Kampf, die Angreifer in die Flucht zu schlagen.

   Wir Kinder wussten damals nicht, wie schlimm es in den ehemaligen Städten und Dörfer wirklich aussah. Wir hatten unseren Hof nie verlassen. Wir hörten nur von Händlern, die bei uns Lebensmittel erwarben, wie die Welt da draußen war. Sie kamen schwer bewaffnet mit Pferdewagen aus den wenigen noch funktionierenden Provinzen; nur um Eier, Wurst oder Fleisch zu erwerben. In diesen wenigen Kommunen hatten sich Familien zusammengefunden, um gemeinsam einen neuen Staat zu gründen. Ihre Bemühungen wurden jedoch immer wieder von wilden Angreifern gestört. Sie waren der kümmerliche Rest eines ehemalig gut funktionierenden Europas. Sie errichteten Stadtmauern wie im Mittelalter. Außerhalb dieser letzten menschlichen Hoffnungsbereiche herrschten Anarchie, Hass und Gewalt. Die Städte der alten Länder lagen längst in Trümmern. Dort wagte sich kein vernünftiger Mensch alleine hinein. Der Transport von Gütern und Lebensmitteln war sehr gefährlich. Es gab kein Geld mehr. Sie brachten uns Kleider Werkzeug, Kohle, Maschinen und andere wertvolle Hilfsmittel, die wir gebrauchen konnten. So versuchte der letzte Rest eifriger Menschen, am Leben zu bleiben. Doch es gab noch eine andere Welt, die wir nicht kannten. Sie lag jenseits der „Schwarzen Mauern“; wie wir die Grenzen nannten, die von seltsamen Geschöpfen gesichert wurden. Diese Geschöpfe waren genetisch speziell gezüchtete Soldaten, die nicht müde wurden und Wind und Wetter trotzen konnten. Ihre Widerstandkraft war enorm. Sie waren viel stärker und schneller als gewöhnliche Menschen. Diese Soldaten trugen nur schwarze Uniformen und ihre Gesichter waren von schwarzen Stahlmasken verdeckt. Es gab drei gewaltige streng abgeschirmte Bereiche, die von solchen Truppen gesichert wurden. Niemand von uns konnte diese „Schwarzen Mauern“ überwinden.

 

   Am Abend dieses Überfalls saßen wir mit Großvater auf dem Dach unseres Haupthauses und beobachteten die Gegend. Es war eine klare Vollmondnacht. Ich sah in den Sternenhimmel, der sich in dieser Nacht besonders prachtvoll präsentierte.

   „Ob es dort oben wohl Leben gibt wie bei uns, Großvater“, fragte ich nach einer Weile.

  Auch er schaute kurz hinauf in den Sternenhimmel und meinte dann:

   „Dort gibt es sicher intelligentes Leben. Aber die stürzen sich nicht dermaßen ins Chaos, so wie wir.“

   „Das war aber nicht immer so, Großvater?“, fragte Adam. „Ich begreife immer noch nicht, wie es so weit kommen konnte.“

   „Ach Adam, das begreift heute niemand. Und damals begriffen sie es schon gar nicht. Dabei hätten sie es sehen müssen.“

   „Wann hat das eigentlich angefangen?“, fragte Hans. „Es gab doch einmal eine Zeit des Friedens in Europa.“

 

   Großvater ging zum Rand des Daches, das mit einer kleinen Mauer umfasst war. Sein Blick ging weit hinaus zu einem kleinen längst zerstörten Dorf das früher, als er noch ein kleiner Junge war, von fleißigen friedlebenden Menschen bewohnt wurde. Seine Gedanken gingen weit zurück. Er sah lachende, fröhlich grüßende Menschen. Er erinnerte sich an Blumen, die Fenster schmückten und an Männer, die in ihren Gärten arbeiteten. Man konnte in Geschäften immer frisches Brot kaufen und sonntags gingen sie dort in die Kirche. In seinen Erinnerungen sah er die alte Schule, seine Freunde, seine Verwandten und Bekannten. All seine Erinnerungen lagen dort draußen, in diesem kleinen Dorf, das man jetzt nur noch mit einer bewaffneten Eskorte betreten konnte. Er atmete tief durch. Dann meinte er:

  

   „Es begann lange vor meiner Geburt. Es war eine Zeit des Friedens in Europa. Es war aber auch eine Zeit der kalten Herzen. Die herrschenden Menschen wurden immer kühler, korrupter und gefühllos wie Maschinen. Die Welt war voller brutaler Gewalt, Tod, Gleichgültigkeit und Eigennutz. Zu Beginn dieser Zeit ging es den Menschen hier noch gut. Doch die Macht war eiskalt. Die Herrschenden waren der Ansicht, dass eine gut funktionierende Gesellschaft das Streben nach Macht und Geld braucht. Ohne diese Gewinnsucht würden die Räder stillstehen und alles würde verarmen. Sie sagten, dass man mit Bescheidenheit keine Wirtschaft ankurbeln kann. Sie sahen jedoch keine feste Grenze zwischen Gewinnsucht und Habgier. Sie ließen die kleinen Leute ausbluten bis auf den letzten Tropfen. Oft merkten die Betroffenen gar nicht, wie sehr sie dem unglaublichen Reiz der Macht und Habgier verfallen waren. Ihre Herzen wurden immer gieriger und abgestumpfter. Wer einmal der Raffsucht verfallen war wendete Mittel an, die ein Herz aus Stein erforderten. Rücksichtslos, und scheinbar ohne Gewissen, wurde alles unternommen, um den eigenen Reichtum noch zu vergrößern. Gewinnsucht verwandelte sich in rücksichtslose Habgier. Das arbeitende kleine Volk wurde in einem gläsernen Staat total überwacht und bevormundet. Das war der Beginn des Untergangs.“

   Großvater zog genüsslich an seiner Pfeife, deren Tabak er in einem kleinen Gewächshaus selbst züchtete. Sein Blick war wehmütig und seine Stimme klang müde und bedrückt.

   „Die Fäden der Macht wurden von Mächtigen gezogen, die sich nicht aufhalten ließen“, berichtete er weiter. „Die Pläne der Veränderung waren schon lange geschmiedet.“

   „Warum hat denn das Volk nichts gemacht?“ fragt nun wieder Adam.

   Großvater sah ihn eine Weile lächelnd an. Dann meinte er: „Du trinkst abends gerne heißen Tee, mein Junge. Anfangs verbrennst du dir die Hände an der Teetasse und trinken kannst du ihn auch nicht sofort. Der menschliche Körper hat eine Schmerzgrenze, die man nicht überwinden kann. Der menschliche Geist hat scheinbar keine solche Grenze. Die Menschen gewöhnen sich, mit der Zeit, an alles. Man muss ihnen nur genügend Spielsachen geben.“

   Wir sahen ihn fragend an. Großvater überlegte wieder eine Weile. Dann drehte er sich um, schaute wieder zum Dorf hinaus und fing an zu erzählen:

 

   „Die Zeit machte die Herzen der Menschen widerstandsfähig, aber auch hart und kalt. Sie regten sich über eine Schreckensmeldung nur einmal auf. Beim nächsten Mal hatten sie sich schon daran gewöhnt. Der Mensch ist viel leichter böse, naiv und träge, als gut, reif und aktiv. Das war schon immer so. Sie sahen das Schiff untergehen und dachten alle, dass sie einen sicheren Platz in den wenigen Rettungsbooten bekommen würden. Doch die Herrscher, die nach größter Macht und Reichtum strebten, sahen das anders. Im zwanzigsten Jahrhundert erkannten die Herrschenden, dass sich ihre Ziele auch mit Kapital verwirklichen lassen. Sie strebten mit kalten Herzen, Macht und Reichtum an.”

 

   Großvater zögerte wieder eine Weile, doch wir wussten, dass er unaufgefordert weiter reden würde. Er setzte sich auf einen Stuhl nieder, blickte weit in die Ferne und berichtete von seiner narbenvollen Jugend:

 

  „Ich weiß nicht, ob ihr das wirklich versteht. Die Mächtigen wollten ihre Ziele um jeden Preis verwirklichen. Um diese Ziele zu realisieren, musste das Volk, wie im alten Rom, mit Brot und Spielen bei Laune gehalten werden. Damals waren es Handys, Computer, Autos, und so weiter. Das Volk durfte nie gesättigt sein. Es musste immer Neues gefunden werden, dessen Besitz für jedermann zu einer Verpflichtung wurde. Wer nicht mithalten konnte, wurde nicht mehr ernst genommen. Die Menschen waren mit all ihrem Luxus, immer noch nicht zufrieden. Sie wollten immer mehr haben. Sie befanden sich in einem ständigen Kampf mit dem Nachbarn, Freund oder Bekannten, um ihnen klar zu machen, dass sie besser waren als andere. So entstand ein materielles Konkurrenzdenken unter der Bevölkerung. Das hatte die Menschen voneinander entfernt. Das war ja auch gewollt. Denn hätten sie sich besser verstanden, wäre ihnen der totale Überwachungsstaat, mit all seinen schrecklichen Folgen, erspart geblieben. Die Gesellschaft wurde durch Bilderfluten, Sport, Show und Überinformation abgelenkt, zerstreut und an eigenständigem Denken gehindert. Politiker dachten damals nur an das große Spiel der gewonnenen Wahlen. Der Wähler war der Spielball. Wer die Wähler am besten überzeugen konnte, hatte gewonnen. Sie beherrschten dieses Spiel hervorragend. Das Volk fiel immer wieder auf die großen Reden rein. Somit waren auch neue rigorose Maßnamen, Einschränkungen und Veränderungen, die oft von der Geldmacht bestimmt wurden, leicht umzusetzen. So fing alles an.”

 

   „Wie aber entstanden die drei großen Imperien, die wir nicht betreten dürfen?” fragte nun Joe.

 

   Großvater streute einige Futterkörner gleichmäßig auf den Boden. Dann machte er langsam drei kleine Haufen. In der Mitte lagen noch viele Körner herum. Er entfernte diese Körner langsam, und ließ nur die drei Haufen übrig.

   „Nun Joe, mein Junge; es gab nun mal sehr viele Menschen auf der Welt. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts waren es sechs Milliarden. Diese Zahl verdreifachte sich in nur wenigen Jahrzehnten. Es gab aber nur wirtschaftlich rentable Arbeit für wenig gut ausgebildete Menschen. Es kam immer häufiger vor, dass sie für mehr Arbeit immer weniger Lohn bekamen. Die sozialen Errungenschaften der alten Gewerkschaftskämpfer wurden wieder Schritt für Schritt zurückgefahren. Mögliche Werkzeuge um aufsässige Gegner zu begegnen waren, Karrieregarantie, Kapital und Macht. Wenn man den starken Feind zum Freund machte, hatten Aufrührer keine Führung mehr. Die Mächtigen lernten sehr schnell aus den Fehlern der Vergangenheit. Wenn auch der Kommunismus nicht ihr Ziel war, so hatten sie dort, doch einige Werkzeuge gefunden, die sie nutzen konnten. Somit wurden Bürger erst dann notdürftig unterstützt, wenn sie selbst alles aufgebraucht hatten, was in ihrem eigenen Besitz oder im Besitz ihrer Familie war. Ziel dieser wirtschaftlichen Fitnessmaßnahmen – wie einfallsreiche Politiker diese Maßnamen damals nannten - war das bedingungslose zur Verfügung stellen der Arbeitskraft, mit möglichst niedrigen Kosten. Es musste dem Einzelnen klar gemacht werden, dass er sich selbst der Nächste war. Mit Solidarität konnte man keine Karriere machen. Durchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten waren gefragt. Mit der Zeit, war die Obrigkeit der Meinung, dass das Volk sortiert werden musste. So entstanden gut geschützte Wohnbereiche, um den Zutritt für Menschen mit wenig Leistungspunkten und mangelnder Intelligenz, zu untersagen. Diese Menschen sollten schrittweise in Ghettos angesammelt und vom übrigen Volk getrennt werden. Es wurde gerne gesehen, wenn erfolgreiche Bürger Kinder bekamen, da diese auch für ihre Kinder sorgen und sie in eine sichere und gut ausgebildete Zukunft führen konnten. Die Mächtigen wollten vermeiden, dass sich unbeliebte Bürger, die ohnehin hohe Bürgerkosten verursachten, auch noch vermehrten. Die Geburtenkontrolle wurde eingeführt. Wer Kinder haben wollte, musste eine Bewerbung schreiben. Um die Unterschicht von der Elite zu trennen, schuf man Zonen in denen nur streng überprüfte Personen leben durften. Außenstehende konnten diese Bereiche nur betreten, wenn sie einen Besucherschein besaßen, oder von einem Bewohner abgeholt wurden. Die Mächtigen dieser Welt schufen sich ihre abgeschirmten Imperien. Sie waren die Erben von Zinsen und Zinseszinsen. Ihr riesiges Vermögen arbeitete und vermehrte sich ins Unermessliche. Wenn man es genau nimmt, gehörte Mitte des einundzwanzigsten Jahrhunderts zehn Menschen, die ganze Erde je zwei Mal.”

 

  Die letzten Worte klangen wieder verbittert und hasserfüllt. Dann sprach er weiter:

   “Die Menschheit wurde immer gewalttätiger. Wirklich schwer hatten es die ehrlichen und aufrichtigen Menschen. Sie wurden sinnlosen Streitereien ausgesetzt, die beim Nachbarn anfingen und beim Staatenkonflikt endeten. Immer mehr Menschen wurden arbeitslos, und es gab immer mehr Obdachlose. Die Kluft zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Viele Menschen suchten Halt in ihrem Glauben; doch der wurde von der neuen Zeit auch nicht verschont. Viele Religionen zerbrachen und es entstanden zahlreiche Sekten, die teilweise große Macht ausübten. Die Verbrechensrate stieg ins Unermessliche. Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Diebstahl waren in Städten und Dörfern alltäglich. Fußgängerzonen verwandelten sich in Schlachtfelder, und in Einkaufszentren schlug man sich die Köpfe ein, um ein Stück Wurst oder Fleisch zu beschaffen. Überfälle auf Lebensmitteltransporte und Plünderungen von Geschäften waren ebenfalls alltäglich. Es gab kaum noch Gerechtigkeit und immer mehr Staaten drohten zu zerbrechen. Immer mehr Menschen drängten sich in die Länder hinein, denen es noch einigermaßen gut ging. Der Rassenhass wurde wieder stärker, und entsprechende Führer scharten wieder Menschenmassen um sich. Skrupel oder Komplexe hatten noch die wenigsten Menschen. Das Töten wurde zum Spaß, und wer einen guten Pornofilm sehen wollte, musste nicht ins Kino gehen; es genügte, wenn man im Park spazieren ging. Die Gesellschaft hatte keine Moral mehr. Permanenter Vandalismus und der Schrei nach Gewalt wurden zum Spielzeug des Bösen. Statt das verlorene Paradies zu suchen, versuchten die Menschen das zerstörte Sodom und Gomorra wieder zu errichten. Es gab viele Menschen, die sich mit Schusswaffen gegen die massive Bedrohung von der Straße und gegen Plünderungen zur Wehr setzen. Ein schreckliches Durcheinander begann. Es wurde geplündert und gemordet. Die Natur besorgte den Rest. Die Menschen starben durch Seuchen, Hunger, Mord, Unwetter und Selbstmord.”

 

   Großvater blickte in unsere staunenden Augen. Er lächelte nur bitter, blickte wieder hinaus zum Dorf und redete weiter.

 

   „Die Imperialen Mächte hielten sich nicht nur mit Macht und Gewalt die Verbrecher, sondern auch die Armen und Hungernden vom Leib.“

 

   Großvaters Worte klangen mühsam und schwer. Die Erinnerung an die alte Zeit machte ihn traurig. Manchmal hörten wir auch Wut und Verbitterung in seiner Stimme. Doch er berichtete immer weiter. Es war so, als müsste er sich eine schwere Last von der Seele reden.

 

   „Am Ende gab es noch den großen Terror der Reichen untereinander. Sie versuchten sich gegenseitig zu vernichten. Das ging nicht immer mit legalen Mitteln zu. Sie beseitigten mächtige Gegner mit geheimen neuen technischen Errungenschaften. Mit Kapital finanzierten sie die Forschung, und mit der Forschung besiegten sie ihre Feinde. Das alles geschah auf schreckliche Art und Weise. Länder zerbrachen und Armeen rebellierten. Es begann ein Krieg, der von den Imperien gewollt und vom kleinen Volk ausgetragen wurde. Die Imperien hatten sich inzwischen Schutzwälle gebaut, die unüberwindlich waren. Vor dreißig Jahren gab es noch zehn Imperien und zehn Länder. Heute gibt es nur noch drei mächtige Vereinigungen die die Welt regieren. Diese großen, streng abgeschirmten Imperien, sind in Nordamerika in Europa und Asien angesiedelt. Die Amerikaner nennen ihr Imperium Megacity und die Asiaten nennen es Asia. Wer es schafft in diesen Gesellschaften zu dienen, ist im sicheren Luxus zuhause. Sie waren schon immer, vor Krieg und Terror sicher geschützt. Seither tobt dort draußen das absolute Chaos.“

 

   Vater kam zu uns aufs Dach: „Geht runter in den Kellerraum! Heute schlafen wir unten. Ich glaube, es kommt wieder ein Hurrikan auf uns zu. Schließt alle Läden, Türen und Fenster! Heute kommt die Bande nicht mehr.”

   Dann sah er Großvater an und meinte: „Hoffentlich zieht er an uns vorüber. Sonst ist unsere gesamte Ernte wieder einmal in Gefahr.”

   Großvater sah suchend in den Himmel. „Das war früher auch anders”, meinte er und folgte uns langsam und nachdenklich, wie er nun mal war, hinab in den Keller.

   Es dauerte nicht lange, da hörten wir draußen den Sturm toben. Diesmal traf er uns jedoch nicht mit voller Stärke.

   „Du hast einmal gesagt, dass es früher kaum starke Tornados und schon gar keine Hurrikane in Europa gab, Großvater”, sagte meine Schwester Angie.

   „Nein, die gab es nicht, mein Kind”, antwortete der Alte müde.

   „Lasst doch Großvater in Ruhe!” meinte Mutter. “Er ist sicher müde.”

   „Nein Klara, lass nur! Die Kinder sollen wissen, wie alles begann”, antwortete er und erzählte weiter.

 

   „Alles Leben richtete sich nur noch, nach Rentabilität. Naturschutz war nicht rentabel. Die Menschen verschmutzen die Luft das Land und die Meere so sehr, dass die Erde daran zu zerbrechen drohte. Tausende Tonnen von Gift- und Atommüll wurden jährlich in die Weltmeere gekippt. Und die vielen Tankerunglücke verseuchten die Weltmeere pro Jahr mit Millionen Liter Öl. Fangflotten mit riesigen Treibnetzen fischten die Meere leer. Regenwälder wurden bedenkenlos vernichtet, ohne über die Folgen nachzudenken. Die Bäume, die nicht abgeholzt wurden, erkranken und viele starben völlig ab. Die Abgase, die aus den Auspuffrohren dieser Welt kamen, konnten nicht mehr vom Wald in saubere Atemluft umgewandelt werden. Es kam die Zeit, in der Menschen nur noch mit Atemmasken leben konnten. Die Menschen des zwanzigsten und des einundzwanzigsten Jahrhunderts wurden durch die verschmutzte Umwelt krank. Die Lebenserwartung sank wieder rapide ab. Moderne Heilungsmethoden standen dem einfachen Volk nicht mehr zur Verfügung.”

 

   „Doch die Mächtigen dieser Welt wollten wieder einmal das Problem nicht ernst nehmen. Es war ja auch nicht rentabel”, erzählte plötzlich Vater weiter.

   „Die Zerstörung der Natur hatte für die Menschen schlimme Folgen. Die Natur rächte sich mit Wirbelstürmen, sintflutartigen Regenfällen, schrecklichen Kälteperioden unerträglicher Hitze und gewaltigen Überschwemmungen. Die Polkappen begannen zu schmelzen und der Meeresspiegel stieg an. Große Landgebiete wurden überflutet und Erdbeben und Vulkanausbrüche richteten schrecklichen Schaden an. Flutwellen, die so groß waren wie Wolkenkratzer, strömten, von schlimmen Orkanen gepeitscht, auf die Küsten zu. Schreckliche Hungersnöte, Tod und Elend waren die unaufhaltsamen Folgen.”

 

   “Doch in ihrer Not verhielten sich die Menschen, wie nicht anders erwartet, völlig falsch”, erklärte nun Großmutter. Sie hatte noch nie von der alten Zeit berichtet. Wir wunderten uns sehr darüber. Sie ließ sich nicht beirren und redete mit zittriger Stimme weiter.

 

   “Politiker redeten viel und taten nichts. Sie waren längst Marionetten riesiger Konzerne geworden, die die Welt beherrschten. Sie wurden immer leichtsinniger im Umgang mit Forschung und Wissenschaft. Sie unterschätzten das nukleare Risiko. Man suchte ständig nach End- und Zwischenlager für Atommüll. Es gab Unfälle in Atomkraftwerken und Missbrauch der Genforschung. Man begann Menschen zu Klonen und für besondere Zwecke zu züchten. Geld und Macht, stellte jede ethische Gesinnung in den Hintergrund. Die Mächtigen züchteten Arbeiter und Soldaten die nicht müde wurden, und ohne eigenen Willen, jeden Befehl ausführten. Aus Forschungslaboratorien entkamen Bakterien, die neue Seuchen über die Menschheit brachten. Später gab es eine Zeit, in der das sogar gewollt war. Vielleicht wollten sie auf diese Weise die Überbevölkerung stoppen. Denn viele Menschen benötigen viele Nahrungsmittel, die nun von den Imperien beansprucht wurden. Die Imperialen Bevölkerungsgruppen, betrachteten die außerhalb lebenden Menschen als unnützen Ballast, der dem Planet Erde nur schadet. Verdorbene Lebensmittel waren, deren Ansicht nach, für diese Randgruppen gerade gut genug. Und so wurde der Hunger und das Elend in der Welt immer größer.”

 

   “Und heute sehen wir nur noch auf eine Welt voller Trümmer zurück”, meinte nun wieder Großvater. “Wir können euch nur grob berichten, wieso es heute da draußen so aussieht. Es muss euch klar sein, dass jeder Tag ein Drama war, und alle Tage die kommen, werden noch schlimmer sein; wenn nicht ein Retter kommt.”

 

   Es wurde wieder still in unserem Keller. Der Sturm legte sich wieder. Ich schwor mir, später, wenn ich einmal erwachsen bin, etwas dagegen zu tun.

 

3. Das Land der Verlorenen

Das Leben auf unserem Hof war auch in den kommenden Jahren, voller Kampf, Rückschläge und Arbeit. Doch meine Familie war sehr stark und hat nie aufgegeben.

   Als ich fünfzehn Jahre alt war, verließ ich mein Zuhause und fuhr mit einem Händler in die nächstgrößere Provinz. Dort gab es noch eine Klosterschule. Ich wollte lernen, arbeiten und kämpfen. Der Händler hatte zwanzig schwer bewaffnete Männer dabei. Dennoch wurden wir zwei Mal überfallen. Nach zwei Tagen erreichten wir endlich die Stadt Neumünchen. Es gab nur etwa zehntausend Einwohner. Sie hielten ihr kleines Reich eifrig und fleißig am Leben. Ich ging sofort in die Klosterschule und begann im Garten zu arbeiten und zu studieren. Neumünchen war gut bewacht und gut befestigt. Die Banden hatten keine Chance. Sie versuchten immer wieder, die fahrenden Händler auszurauben. Die Verbindung unter den wenigen Städten, die es noch gab, war sehr schlecht. Die Händler berichteten uns immer was es Neues gab, oder wie man in den anderen Städten zurechtkam. Es gab Monteure, die versuchten das alte Telefonnetz wieder instand zu setzen. Sie sammelten alles was sie finden konnten: Generatoren, Motoren, Fahrzeuge und Treibstoff. Was früher nur Schrott war, erwies sich für uns als sehr wertvoll. Trotz der Gefahr, suchten ständig bewaffnete Gruppen in den alten zerstörten Großstädten nach Schätzen. Diese Gruppen wurden oft in Kämpfe mit den Wilden verwickelt. Seltsam war nur, dass mit der Zeit diese Wilden immer weniger wurden. Wir wussten damals nicht warum. Es gab jedoch Gerüchte, dass die schwarzen Truppen der Imperien, die Wilden irgendwohin deportierten. Wir waren einerseits froh, dass jemand diese Wilden dezimierte. Andererseits konnte diese Macht auch für uns zur Bedrohung werden. Dennoch waren wir voller Hoffnung. Denn wenn es diese Banden nicht mehr geben sollte, konnte man neue Bauernhöfe und Weizenfelder außerhalb der Städte anlegen. So ging es immer ein kleines Stück voran. In unserer Stadt stand sogar ein funktionierendes Windrad, mit dem man Strom erzeugen konnte. Das Wissen der alten Generation durfte nicht verloren gehen. Die Überlebenden der Katastrophe versuchten ihre Gesellschaft neu aufzubauen. Es war eine langwierige mühselige Arbeit. Jeder neue Erfolg wurde in der Gemeinschaft groß gefeiert. Mit den Jahren kam wieder langsam ein wirtschaftlicher Fortschritt. Ich wollte immer Pfarrer werden, weil sich die Menschen schon früher an den Glauben klammerten und die Hoffnung auf Erlösung nie aufgaben. Trotz meiner Priestertätigkeit arbeitete ich ständig in den Gärten und beteiligte mich an den Such- und Sammelaktionen. Als ich fünfundzwanzig Jahre alt war erlebten wir, warum die Wilden kaum noch existierten.

  Wir waren mit einer zwanzig Mann starken Gruppe unterwegs in die alte Stadt München. In diesem Gebiet gab es immer etwas zu finden, das für uns wertvoll sein konnte. Ich sah zum ersten Mal in meinem Leben eine zerstörte verlassene Großstadt. Die Mauern der alten Häuser standen teilweise noch. Überall lagen Trümmer herum. Die Dächer wurden wohl von den Stürmen abgedeckt. Ich stand regungslos da und sah vor meinem geistigem Auge zahlreiche Menschen durch die Straßen und Fußgängerzonen ziehen. Ich hörte ihre Stimmen und den Lärm einer Großstadt, als ob die Geister der Verstorbenen noch hier wären.

   “Das muss früher einmal eine wunderschöne Stadt gewesen sein”, sagte ich leise zu mir selbst. Meine Begleiter schwiegen. Sie hatten die Stadt zwar schon öfter gesehen, waren jedoch jedes Mal ergriffen, wenn sie vor den Trümmern dieses Zeugnisses großen Schaffens standen.

   “Warum haben sie das alles kaputt gemacht”, sagte ich wieder, mit einer geradezu kindlichen Naivität.

   “Eines Tages werden wir alles wieder aufbauen John”, meinte der alte Hans Ebert. Der fünfundsiebzigjährige weise Alte erinnerte mich sehr an meinen inzwischen verstorbenen Großvater. Er war der Bürgermeister unserer kleinen Gemeinde.

   „Aber erst einmal holt sich die Natur wieder alles zurück, was der Mensch ihr damals weggenommen hat.“

   Es war eigenartig zu sehen, wie schnell sich die Natur ihren Lebensraum zurückgeholt hatte. Wir erfreuten uns an jeder Pflanze und jedem Baum, der wieder wuchs. Die Natur musste sich genau so erholen wie die Menschheit. Als wir eine alte Firma absuchten, sahen wir sie kommen. Die Schwarzen Truppen, die die Grenze zum Imperium schützten, durchsuchten die alte Stadt.

   Einer von ihnen schrie mit einer unmenschlich rauen Stimme: „Mit der Säuberung beginnen!”

   Wir rannten weg und versteckten uns. Die wilden Gesellen, die hier noch überall herumschlichen, griffen die Soldaten des Imperiums sofort an. Der ungleiche Kampf wurde von den weit überlegenen imperialen Truppen schnell beendet. Wir beobachteten, wie die Wilden mit Strahlenwaffen betäubt und in einen großen Transportwagen geworfen wurden. Den Anführer der Bande kannte ich. Es war derselbe, der uns damals oft auf unserem Hof angegriffen hatte. Ich erkannte ihn an dem Totenkopf, der immer noch auf seinem Motorrad befestigt war. Er stellte seine Maschine ab und ging mit einer Eisenstange wütend auf einen schwarzen Soldaten los. Flüchten konnte er nicht mehr; er war längst umstellt. Der Soldat blieb einfach stehen und wehrte den Schlag des Anführers lässig mit seinem linken Arm ab. Der Wilde schaute sein Gegenüber ungläubig an. Jeder normale Mensch hätte jetzt den Arm gebrochen. Dann kämpften sie noch eine Weile. Offenbar betrachtete der Soldat diesen Kampf als Übung. Der Anführer der Wilden hatte jedenfalls keine Chance. Er wurde von seinem Gegenüber unsanft auf den Transporter geworfen. Als die Truppen wieder weg waren wussten wir, dass wir gegen diese imperialen Kämpfer auch keine Chance hatten. Aber bisher hatten sie uns ja in Ruhe gelassen.

 

   “Wir nehmen die Motorräder mit”, sagte Jahn Johanson. Er war ein Techniker, der schon viele technische Hilfsmittel für uns zusammen gebastelt hatte.

   “Man sagt, dass vor einigen Jahren südlich der Alpen, im imperialen Reich, ein riesiges Raumschiff gelandet sein soll”, sagte ich. “Man sagt auch, dass mit diesem Raumschiff Menschen zu anderen Planeten gebracht werden.”

   “Das sind nur Gerüchte”, antwortete Jahn. “Es wird viel dummes Zeug erzählt. Glaub einfach nicht daran!”

   “Was meinte er mit Säuberung”, fragte Nina. Die Zweiundzwanzigjährige war unsere Chemikerin. Sie sammelte alles, was man zur Energieerzeugung brauchen konnte.

   „Ethnische Säuberung nannte man das früher“, erklärte Hans Ebert mit leiser bedrückter Stimme. „Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass diese Menschen einen Staat beschmutzen oder dass sie selbst Schmutz sind.“

   „Sie kämpften doch auch nur, um zu überleben“, sagte Nina anklagend.

   „Das interessiert diese Leute nicht“, meinte Jahn. „Hoffentlich säubern sie nicht, eines Tages, auch noch unser Gebiet.“

 

   Wir brachten die gesammelten Sachen zurück und fuhren sofort weiter zu meinen Eltern. Meine Familie war seit vielen Jahren ein wichtiger Handelspartner der Stadt Neumünchen. Ich fuhr auf dem Motorrad des Bandenführers mit. Den Schädel ließ ich auf einem ehemaligen Friedhof zurück. Meine Begleiter gaben mir ein Gewehr und ließen mich vorausfahren. Wir glaubten nicht, dass es hier noch wilde Burschen gab, die uns gefährlich werden konnten.

 

   Meine Eltern staunten nicht schlecht, als ich mit der Maschine des Bandenführers ankam.

   „Habt ihr die Brut zum Teufel gejagt“, lachte mein Bruder Adam. Er war inzwischen verheiratet. Seine Frau hatte er in unserer Stadt kennen gelernt.

   Ich berichtete, was geschehen war. Mein Vater hatte so etwas schon geahnt. Ihm waren einmal die Transportfluggleiter aufgefallen, die immer wieder die Gegend absuchten.

   „Lass uns nicht über Dinge diskutieren, die wir eh nicht erklären können“, meinte Vater. „Deine Mutter ist schon in der Küche beim Kuchenbacken. Heute ist wieder ein Festtag. Wie lange bleibst du denn?“

   „Ich warte auf meine Freunde“, antwortete ich. „Die müssten heute Nachmittag hier eintreffen.“

   Unser fröhliches Zusammensein am Kaffeetisch wurde durch das summen eines Fluggleiters gestört. Wir hörten auf zu reden und hörten erstaunt, wie das Geräusch immer näher kam.

   „Bleibt ruhig!“ befahl mein Vater. „Keine Waffen. Bleibt sitzen und esst weiter!“

   Als wir hörten, dass der Fluggleiter vor unserem Haus landete, stand Vater auf und ging ruhig und besonnen nach draußen. Er kam in Begleitung eines, in Weiß gekleideten, Mannes und zweier Soldaten wieder zurück.

   „Das ist Gauleiter Meisner. Er hat uns einen Vorschlag zu machen“, sagte er mit ernster Mine.

   „Lasst euch doch nicht stören! Bitte ihr könnt ruhig weiter essen. Wir können uns in Ruhe unterhalten. Es wird euch nichts geschehen.“

   „Bitte setzen Sie sich doch zu uns! Sie essen doch ein Stück Kuchen mit, oder“, sagte meine Mutter. Sie wollte eben höflich sein, und das war auch gut so.

   „Oh, gerne“, sagte der Gauleiter und ließ sich bedienen. Er strahlte eine falsche Freundlichkeit aus, die mir fast weh tat.

   Er trank einen Schluck Kaffee, nahm einen Happen Kuchen zu sich und fing an zu reden:

   „Sie haben enormes Glück. Sie dürfen mit der gesamten Familie und ihren Arbeitern Mitglieder unseres Reiches werden. Sie müssen nur weiter so fleißig arbeiten wie bisher. Wir kommen ihre Erzeugnisse regelmäßig abholen. Sie bekommen Computer, Handys, Fernseher, Geräte; alles was Sie wollen. Sie bekommen ärztliche Hilfe, Medikamente und einen eigenen Fluggleiter. Ihre Kinder können bei uns sogar studieren. Außerdem schützen wir ihre Felder und Häuser vor Unwettern. Das sind nur einige Vorzüge, die Sie erhalten. Was meinen sie?“

   „Und unsere Handelspartner? Was ist mit denen?“ fragte Vater. Er war nicht so begeistert wie meine Geschwister. Adams Frau war schwanger. Allein das war für sie schon Grund genug, dem Vorschlag zuzustimmen. Das Imperium würde sie künftig beschützen und für sie sorgen. Sie mussten nur den Handelspartner wechseln.

   „Großvater und Großmutter sind gestorben und wir konnten ihnen nicht helfen. Wir konnten nur tatenlos zusehen“, meinte Mutter. Dabei sah sie Vater an, als ob sie gleich auf eine bejahende Antwort hoffte.

   „All die Jahre des Leidens und der Kriege wären vorbei“, meinte Vater leise und nachdenklich.

   „Die Leute da draußen kommen auch ohne Sie zurecht. Glauben Sie mir! Außerdem schlägt man dem Imperator keine Bitte ab“, meinte der Gauleiter lächelnd.

   „Der Imperator?“, fragte Vater.

   „Ja, unserem Führer. Wir nennen ihn Imperator“, antwortete der Gauleiter wieder lächelnd. „In wenigen Stunden können die Arbeiten beginnen. Wir sichern Ihr Grundstück und bauen einen Windschutz auf Ihre Felder. Besichtigen Sie unser Imperium möglichst bald! Sie haben so etwas noch nie gesehen. Sie werden staunen“, erklärte er begeistert. Diesmal klang seine Stimme wirklich begeistert.

   Wir hatten keine andere Wahl. Wir mussten zustimmen. Der Gauleiter verschwand wieder und ich rannte zu meiner Maschine, um meine Freunde zu treffen. Ich hatte nur noch diese kurze Möglichkeit, um ihnen zu erklären, dass ich mitmachen musste. Um den Löwen zu bändigen, musste ich in seine Höhle. Ich wusste damals nicht, was mich dort erwartete.

   Ich traf meine Freunde in der Nähe des alten Dorfes. Auch dort waren keine Banden mehr zu finden. Meine Freunde lagerten in einer alten Scheune.

   „Ihr müsst wieder zurück!“ sagte ich, als ich die Maschine abgestellt hatte.

   „Was ist los?“ fragte Jahn erstaunt.

   Ich erzählte, was passiert war. Sie verstanden, dass meine Familie keine Wahl hatte. Wir hatten die Macht des Imperiums erlebt. Meine Begleiter waren nur sehr überrascht, dass ich mit wollte. Nina saß wie niedergeschlagen auf einem Holzklotz und war dem weinen nahe. Ich wusste nicht, wie sehr sie damals an mir hing.

   „Werden wir dich wieder sehen?“, fragte sie nach einer Weile.

   „Ich komme zurück. Das verspreche ich euch. Ich muss wissen, was das für eine Welt ist, die unsere Existenz bedroht.“

   Der Abschied viel uns allen sehr schwer. Doch es war unumgänglich. Diese Gelegenheit mussten wir nutzen. Das Imperium konnte man nur von innen bekämpfen.

4. Die Welt der Schönen und Reichen

 Adolf Majdan war der mächtigste Mann in Europa. Er besaß nicht nur das Erbe seiner Vorfahren. Sein Kapital stammte aus dem Besitz der ehemaligen katholischen Kirche.

   Der Imperator stand am Fenster seines Büros, das sich in einer gläsernen Weltkugel befand. Diese Weltkugel wurde von einer Statue getragen, von der nur der Kopf und die Brust aus dem Boden ragten. Der monumentale Riese, der den Eindruck erweckte als stecke er in der Erde fest, erhob die gläserne Weltkugel ehrfürchtig in den Himmel. Der ganze Bau war über zweihundert Meter hoch. Zahlreiche gläserne Pyramiden und Bauten, deren verschieden hohe Zinnen aneinandergeschmiegt wie übergroße Kristalle aussahen, leuchteten in vielseitig transparenten Farben. Sein Reich nannte er Eden. Das Zentrum seines Imperiums lag in Norditalien. Adolf Majdan war Herr über ein Reich, das den Eindruck einer perfekt funktionierenden futuristischen Welt erweckte. Überall waren gläserne Verbindungsröhren, um einen schnellen sicheren Transport zu gewährleisten. Fluggleiter flogen zahlreich umher und überall sah man Menschen emsig und fleißig arbeiten. Innerhalb riesiger Gewächshäuser schuf man Parkanlagen, die vor den Launen der unruhigen Natur geschützt waren. Es gab Freizeiteinrichtungen aller Art und reichlich Vergnügungsviertel. Hier langweilte sich niemand. Die Menschen in Eden fragten nicht, was außerhalb ihrer so perfekten Welt geschah. Sie hielten sich für Übermenschen, und das waren sie auch. Sie waren alle ‚Kinder aus dem Katalog’. Es gab keine zufällig geborenen Kinder in dieser Welt. Sie waren Produkte aus dem Labor. Sie identifizierten sich nicht mit den Menschen der Außenwelt. In ihren Augen waren sie Versager. Sie im Bordell oder in der Arena zu sehen, war für die Bürger Edens nur eine willkommene Abwechslung. Männer wurden als Kampfgegner für trainierende geklonte Supersoldaten ausgesucht, und Frauen wurden in die Bordelle der Stadt verschleppt. Ein Bürger Edens zu sein war eine Ehre. Menschen von der Außenwelt hatten keine Ehre. Die Bürger Edens gewöhnten sich an ihr schönes sauberes Leben. Alles war in bester Ordnung. Sie hatten ein Reich geschaffen, in denen alle glücklich sein konnten. Das war jedenfalls ihre Meinung.

 

   Adolf Majdan war Herr über all diese Geschöpfe. Und gäbe es die Amis und die Asiaten nicht, wäre er Herr über die ganze Welt.

   Sein Sekretär Hans Goldhain stand wenige Schritte hinter ihm, als er so zufrieden aus dem Fenster schaute. Leise klassische Klaviermusik erfüllte den Raum mit sanfter Melancholie. Neben ihm war das Steuer eines mittelalterlichen Segelschiffes montiert. Ein Kartentisch, ein Teleskop und ein Kompass gehörten auch zu dem Nachbau eines Steuerstandes. Er stand sehr oft da und dachte über sein Werk nach.

   „Wir haben einen Bauernhof und Felder in unseren Besitz gebracht“, sagte Goldhain ehrfürchtig zu seinem Führer. „Die ehemaligen Besitzer arbeiten für uns. Die Familie ist hier her unterwegs, um uns zu besuchen.“

    „Ich möchte sie sehen, wenn sie hier sind, Goldhain“, antwortete der Imperator, ohne sich umzudrehen.

   „Unsere Berichterstatter sagten, dass es in den Provinzen schon wieder elektrischen Strom gibt, und eine Radiostation wollen sie auch errichten, mein Imperator.“

   „Es gibt offenbar ein paar kluge Köpfe da draußen, Goldhain. Stellen Sie fest, ob sie uns von Nutzen sein können. Ist das der Fall, holen Sie die Leute zu uns! Die Provinzfrage muss schnellstens geklärt werden! Ich möchte mit dem Führungsstab sprechen!“

   „Ich werde eine Konferenz einberufen, mein Imperator“, antwortete Goldhain wieder ehrfürchtig. Er stand für einen Moment stramm, reckte die linke Faust in den Himmel und verließ das Büro.

 

   Als wir in die Klauen dieser futuristisch luxuriösen Welt kamen, mussten wir unsere Freiheit aufgeben. Das hatte uns der Gauleiter verschwiegen. Aber nun konnten wir nicht mehr zurück. Das Imperium wollte den Hof und die Felder meiner Familie kontrollieren. Uns, brauchten sie nur wegen unserer Erfahrung und unserer Arbeitskraft. Meine Schwägerin durfte ihr Kind, trotz einiger Widersprüche, zur Welt bringen. Adam war wütend, weil er künftig eine Bewerbung abgeben musste, wenn er wieder Vater werden wollte. Als die Eingrenzungen und Umbauarbeiten auf unserem Hof beendet waren, flogen wir mit unserem Fluggleiter zum ersten Mal in das Zentrum des Imperiums. Es waren inzwischen drei Monate vergangen. Von der imperialen Macht bekamen wir Fernseher, Telefone, Handys, neue Möbel und Küchengeräte. Wir glaubten vorbereitet zu sein auf das, was uns erwartete. Aber wie unterschiedlich unsere Welten waren, sollten wir auf diesem Ausflug erfahren.

   Es war schon Abend, als wir ungehindert mit unserem Fluggleiter über die Alpen schwebten. Von Weitem schon sahen wir die bunten Lichter der Stadt. Wir sprachen kein Wort. Das war eine fremde Welt für uns. Wir fühlten uns, als ob wir die Erde verlassen und einen fremden Planeten ansteuern. Wir vergaßen für einen Moment, dass dieses Imperium auf dem Leid und den Tränen vieler Millionen Opfer aufgebaut war. Wir fühlten aber auch, dass das nicht unsere Welt war. Wir waren Außenseiter, die man dort auch als solche erkennen würde. Als wir die monumental futuristischen Gebäude sahen, fühlten wir einerseits Hochachtung vor so viel perfektem Schaffen, andererseits auch Verachtung, wegen der Ignoranz, mit der sie die Außenwelt betrachteten.

   „Während da draußen Millionen Menschen entsetzlich litten, lebten die Menschen hier ungeniert in bestem Luxus“, sagte Vater anklagend.

    „Wenn es unsere Freunde in den Provinzen nicht gäbe, würden diese Lichter viel heller leuchten“, sagte Adam.

    „Ja, unsere Freunde sind lebende Zeugen ihrer Schuld“, antwortete Mutter.

   „Vielleicht wollen sie ihr schlechtes Gewissen mit den Säuberungsmaßnamen reinwaschen“, antwortete ich bedrückt.

   Unser Fluggleiter flog sicher zwischen den ersten milchig leuchtenden Gebäuden hindurch, die aussahen wie eine kristallene Eislandschaft. Nach den ersten Kilometern wurden die Lichter der Stadt bunter. Wir sahen gelb leuchtende Glaspyramiden und blau leuchtende sechseckige Türme, die untereinander mit Glasrören verbunden waren. Vor uns öffnete sich eine Welt mit den unterschiedlichsten geometrischen Formen. Als wir einen Park überflogen, bemerkten wir über uns eine gigantische Dachkonstruktion, die gerade geschlossen wurde. Wir landeten nach mehr als einer Stunde Stadtflug, in der Nähe des imperialen Hauptquartiers.

   „Hier hat jemand einen Riesen in der Erde verbuddelt“, meinte Hans scherzhaft. Ich muss zugeben, dass wir sehr ergriffen waren, von der Schönheit und Perfektion dieser Stadt.

    Der Gauleiter, der uns angeworben hatte, empfing uns und brachte uns zu dem Eingang des Hauptquartiers. Wie fuhren zum ersten Mal in unserem Leben mit einem Aufzug. Nach einigen Minuten hielt er und wir betraten die Weltkugel des Imperators. Wir sahen aus den Fenstern auf ein Meer von Licht und Farben. Ich wünschte mir, dass die Zeit stehen bliebe und ich diesen Anblick für immer genießen könne. Zum ersten Mal fragte ich mich als Priester, warum Gott diese Menschen so belohnte und meine Freunde außerhalb dieses Reiches so bestraft hat. Musste man in dieser Welt ein rücksichtsloses Wesen haben, um himmlisch leben zu können? Aber das hier war nicht der Himmel. Auch diese Menschen mussten einmal sterben.

   Ein Steg, verband den Fahrstuhl mit einer goldleuchtenden inneren Kugel. Es waren nur wenige Meter, die wir in schwindelerregender Höhe bis zur Innenkugel gehen mussten. Für uns war das allerdings ein äußerst ungewohntes Gefühl. Wir wurden durch acht bewachte Büros geleitet, bis wir endlich den Imperator erreicht hatten. Er stand vor seinem mittelalterlichen Schiffssteuerstand und blickte zur Stadt hinaus.

  „Treten Sie näher!“ befahl er mit harter Stimme, ohne sich umzudrehen. „Setzen Sie sich!“

   Es dauerte eine Weile, bis er sich wieder bemerkbar machte. Wir sahen uns gegenseitig an und überlegten, ob er uns überhaupt Beachtung schenken wollte. Dann drehte er sich um. Ich sah meinen Vater erstaunt an, denn er war sichtlich erschrocken, als er in das Gesicht des Imperators blickte.

  Ihr wollt wissen wie es weiter geht? Gut!        Dann zurück zu den Infos!


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