Berichte aus der Region 

Startseite von R. Janson  

 

Stadt Friedrichsthal


Ehemalige Kaffeeküchen im Saarland

E viertel Lyoner, e Weck un e Bier…
Günter Hofmann , 2005


http://www.industriekultur-ansichten.com/texte/geschichte/139-ehemali/


25.10.2017 zum 87 Jahrestag des Unglücks von Maybach wird es wieder eine Gedenkfeier geben. Beginn 16.00 Uhr. Anschließend ein kleiner "Dämmerschoppen" im Naturfreundehaus in Friedrichsthal.

Große Feier am Montag, 11. September, ab 18 Uhr im Rechtsschutzsaal geplant.
Vor 125 Jahren wurde der Rechtsschutzsaal in Bildstock gegründet. das wird an diesem Tag gefeiert.


https://m.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/friedrichsthal/grosse-feier-fuer-rechtsschutzsaal-geplant_aid-2535900


Umweltminister Jost kommt nach Friedrichsthal.

Was ist dran, an dieser „Diesel-Panik“, die derzeit die Medien so sehr beschäftigt? Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, kommt am Montag den 18.09.2017 um 18:00 Uhr in den Rechtsschutzsaal zu einer Podiumsdiskussion, um Rede und Antwort zu stehen. Der Ortsgruppenvorsitzende der IGBCE Günter Hofmann hat ihn dazu eingeladen. Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, dem Minister Fragen zu stellen. Es gibt viele Meinungen, aber nicht jede Meinung beruht auf den Grundlagen eines Experten. Günter Hofmann hat aufgrund seiner Beruflichen Erfahrung und Laufbahn, einige interessante Fragen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.
 

Ein paar Videos von Günter Hofmann. 1. Vorsitzender der  IGBCE Ortsgruppe Friedrichsthal/Bildstock und Naturschutzbeauftragter der Stadt Friedrichsthal.

Bildstock, in Friedrichsthal ganz oben


Bildstock, der Kohle noch nie so nah


250 Jahre Bergbau sind zu Ende… 
…noch nie war mir der Bergbau in Bildstock so nah

-von Günter Hofmann-

Kaum ein paar Tage ist es her, dass wir den Bergbau im Saarland zu Grabe getragen haben. Viele Tränen sind geflossen, Beteuerungen ausgesprochen worden wie schade, dass es ist, keine Kohle mehr aus dem Saarland zu haben. Die Kraftwerke jammern, über die gestiegenen Preise der Importkohlen. Existenzangst geht bei den Kraftwerkern um. Als wenn dieses Szenario neu gewesen wäre. Gerne denke ich daran zurück, als ich Lothar Warscheid (SZ) und Prof. Karl-Heinz Pohmer (RAG) an die Ruhr gereist war, zwecks einer Kohlekonferenz, auch damals war die Schließung der Bergwerke an der Saar schon ein Thema. Und damals ging es auch um die Existenz der Kraftwerke. Meine Meinung damals wie heute: ohne saarländische Kohle keine Kohlekraftwerke mehr im Saarland! So wird es kommen. Alles andere ist blauäugig. Das ist meine private Meinung.
Aber ich war noch nie so nah an der Bildstocker Kohle als in den letzten Tagen. Auf dem ehemaligen Helenengelände haben die Bagger das Sagen. Helenenschacht 1 wird neu abgeteuft, nein bitte nicht missverstehen, es wird keinen neuen Bergbau in Bildstock geben, nur der Schacht wir für die Zukunft gesichert. Es hat Tage gedauert, bis die Baggerfahrer sich sicher waren, überhaupt den Schacht 1 getroffen zu haben. Die Grundmauern waren wohl da aber überzeugend waren diese nicht. Erst im Laufe der weiteren Arbeiten stellte sich heraus, dass sie erfolgreich gebaggert haben. Immer wieder bin ich hin zum Schauen und habe mich über den Fortgang informiert. Bis mir der Polier erklärte, dass man erfolgreich den Grühlingsstollen ausgemacht habe. Dieser Stollen kreuzt die beiden Schächte Helene1 und 2. In einer Tiefe von 23 Metern sind deutlich die Umrisse des Stolleneingangs zu sehen. Beim Blick hinunter in die Tiefe wird mir erst klar, ich stehe hier wie an einem offenen Grab und schaue in die Geschichte, die im Jahr 1856 begann.
Vor meinen Geistigen Auge sehe ich den jungen Bergmann Nikolaus Warken, als Schlepper wie er Holz zum Verbauen der Stecken hinauf und Kohle Richtung Helene 1 zieht, und sich dabei mächtig ins Zeug legen muss. Das war im Jahre 1867. Ich denke an die Bilder wie Nikolaus mit den Steigern verhandelt und Ihnen trotzig erklärt, dass mittlerweile „Eckstein“ trumpf ist und vor allem acht Stunden vorbei sind und endlich genug geschafft ist. Als Partiemann erklärt, wo es langgeht, löst Kohle und Gestein aus dem Gebirge und denkt zu Hause an seine Frau Margaretha. Später 1889 zum tragischen Helden des großen Streiks wird, zum König des Rechtsschutzvereins erkoren wird und nur wenige Jahre später Opfer seines „Widerstand gegen die Staatsmacht“ wird. Wie frustrierend muss da die Erkenntnis gewesen sein, alles für die Kollegen gemacht zu haben und dabei selbst auf der Strecke geblieben zu sein. Viel Zeit ist ihm nicht geblieben, sich mit den heuchlerischen Kollegen Friedrich Engels und dessen Freund August Bebel auseinanderzusetzen. Nikolaus musste sehen, wie er ohne Kohle zurechtkam, als kleiner Bauer sich und seine Familie über die Runden zu bringen. Dass Engels ihn als Lumpen tituliert, tut mir in der Seele weh. Jemanden der es mit allen nur gut meinte so verbal abzustrafen ist ein dicker Hund! 
Am 07. Juni ist es soweit, Schacht 2 wird abgerissen und ich bin dabei. Der Betonhut wird vom Bagger abgeknappert und vom Schacht gezogen. In weniger als vier Stunden sind die Reste von Schacht2 verschwunden. Was ist dabei aufgetaucht: Zeitungen aus dem Jahre 1993, Alteisen von den Einstrichen und Leitern. Ich frage den Polier wie weit wollt ihr noch runter gehen? Mindestens bis zum Grühlingsstollen, kommt die Antwort. Ja, da ist er wieder, der Grühlingsstollen an dem unsere Bergarbeiterbewegung begann, soviel Leid über viele Bergmannsfamilien gebracht hat und doch am Ende den Sieg davon getragen hat. Oft habe ich während meiner Zeit als Arbeiter den Satz gehört: „Aufmüpfiges kleines Bergvolk aus Bildstock!“ Ich kann nur sagen da ist was dran, ich hoffe wir werden diesen Titel verteidigen, bis zum letzten Atemzug.

Glück auf, 
Günter Hofmann 1. Vorsitzender der IGBCE Ortsgruppe Friedrichsthal/Bildstock und Nachfahre von Nikolaus Warken in Sinn und Geist.


 

Das ERBE
Die Ausstellung zum Bergbau im Saarland.

Am Bergwerk Reden
66578 Schiffweiler
Landsweiler-Reden

Auch hier bin ich - zusammen mit einigen anderen Zeitzeugen - mit dabei.
Die Bergbau-DVD zum Ende des Bergbau an der Saar. 
AUFBRUCH 
Zeitzeugen und Lebensbilder aus dem saarländischen Steinkohlebergbau? 
Im Auftrag des: Wochenspiegel "Die Woch" und Saarland-Journal
Ich bin selbst auch ein paar Mal dabei.
SR1 Das Kohlealbum
Radioübertragung vom 11.7.2012

Kleines Interview.